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Donnerstag, 22. September 2016

Streuner suchen neue Heimat [Teil 3/4]

MB-NKE. Die Coms sind voller Gerede. Irgendwie bekomme ich dann doch mit, dass es an eine VOLT-POS geht. Sogar das Passwort dazu bekomme ich mit. Immerhin. In der POS wird es dann wieder ruhiger. Ich höre so Sachen wie NC, Pandemic, Goons - die wohl hier sein sollen. Und Russen, davon viele. Da haben wohl beide Seiten ganz viele Freunde mitgebracht... Dass es so viele sind, muss ich erstmal sacken lassen – dabei hilft, dass wir vorerst warten.
Ich rede mit den anderen aus der Corp. Einige sind dabei (wie ich) mit CVA unterwegs, andere direkt mit der VOLT-Flotte. Jene in der VOLT-Flotte sitzen in Griffins – kleine, aber schnell ärgerliche Biester. Meine Kumpels in der CVA-Flotte dagegen wollen in Nightmares sitzend richtig mit für Abschüsse sorgen. Naja, da behalte ich die gleich mal genauer im Auge, dass die hoffentlich überleben. Mindestens 10 von Kraftwerk sind dabei, was mich dann doch schon stolz macht, da PvP doch eigentlich nicht wirklich Kraftwerks Schwerpunkt ist.
VOLT selbst überrascht mich dann auch nochmal. Dachte ich bis jetzt, wir würden mit der CVA-Flotte von jetzt fast 150 Piloten einen ordentlichen Brocken zum Kampf beitragen, hat VOLT selbst weit über 250 Piloten mobilisieren können - davon ein Großteil T3 Kreuzer! Respekt!
Mittlerweile ist es in dem Coms auch wieder ruhig, sodass die Ansage des FCs gut ankommt. „Ausrichten.“ Es geht los! Ich gehe nochmal alles, was ich beachten soll und muss, durch.
Dann warpen wir.
Ich bleibe mehr oder minder ruhig, schalte FC und Logistik-FC auf, dazu meine Kap-Kumpels. Irgendwie ist hier alles rot oder blau. Erst gefühlt eine Minute später realisiere ich, dass direkt hier auch die Fortizar ist. Also mittendrin sind wir schonmal.
Weitere Befehle kommen. Wir bewegen uns als Tross mitten zwischen roten und blauen Piloten. Ich hab keine Ahnung, wohin und wie, aber das ist mir auch gerade egal. Die ersten Anfragen zum Aufladen der Kondensatoren kommen, welche durch uns bedient werden. Derweil kommen die ersten Zielansagen an die anderen. Sie scheinen auch sehr gut zu treffen. Kurzer Jubel in den Coms – da platzen unter unseren Salven Capitals. Einer, dann noch einer, dann wieder einer.
Dann bekommen auch unsere Leute etwas Feuer, die ersten Anfragen nach Schilden kommen. Wir können sie fast alle bedienen, nur ein oder zwei sterben. Aber keine Nightmares – bis jetzt. Wir verlieren dafür 2 Logistiker, müssen die Lücken füllen. Das klappt aber fast sofort und ohne Probleme. In unregelmäßigen Abständen kommt die Ansage des Logi-FCs, mit MWD zu fliegen, dann wieder ohne. In einer ruhigen Sekunde schaue ich mich um – wir sind gefühlt mittendrin. Die Hauptflotte befindet sich 20 – 40 km vor uns, andere sind auch hinter uns.
Dann wird es unruhig – eine Tengu saust uns entgegen. Ehe ich es ganz gerafft habe, steht sie aber schon unter Beschuss und driftet wieder davon. OK – das hätte auch ins Auge gehen können. Der Logi-FC erklärt dann auch nochmal, dass wir alles, was zu nahe kommt, im Auge behalten müssen und, falls andere zu nahe kommen, wir uns primär selbst reppen müssen. Klingt logisch, wird gemacht!
Die Zitadelle steht derweil nach wie vor im All. Ich hake nach – alle sind der Meinung, dass die fallen wird. Zumindest scheint sie schon ganz ordentlich Schaden abbekommen zu haben.
Derweil gehen so langsam unserer Flotte die Capital-Ziele aus und man wechselt dazu, Rattlesnakes zu zerlegen. Countdown des FC, Salve, sofortiger Tod einer Rattlesnake. Das geht dann so weiter.
In der Zwischenzeit läuft mein erster Logistik-Einsatz recht entspannt. Wir reppen seltenerweise einmal jemanden, der Schaden bekommt, und verteilen ansonsten Kap. Wir verlieren nochmal einige Logistiker, sind aber immer noch mindestens 15 von anfänglich vielleicht 25. Dazu kommen hin und wieder Umpositionierungen bzw. Wiederaufschließen zur Flotte.
Zeit vergeht seltsam. Ich weiß nicht, ob nur wenige Minuten oder Stunden vergangen sind, als ich aus dem Coms höre, dass die Zitadelle gleich down gehen wird. Ich schaue gebannt hin – und  dann kommt der große Moment: die Zitadelle explodiert! Bang – Auftrag erfüllt!
Eine kurze Weile vergeht noch, in der weiter Schiffe in ihre Einzelteile zerlegt werden, dann kommt ein Warp-Befehl rein und im nächsten Moment fliegen wir zurück zur POS.
Anschließend wird laut gefeiert und sich über den Erfolg gefreut. Ich nehme mir jetzt die Zeit, bei meinen Freunden aus KW nachzuhaken, wie es bei VOLT lief. Sie hatten anscheinend auch sehr viel Spaß mit ihren Griffins gehabt, wurden zwar auch öfters abgeschossen, waren dann aber kurze Zeit später wieder direkt im Getümmel. Es müssen wohl recht viele Griffins gewesen sein, in einer eigenen Flotte, mit eigenem FC. Fast 100 Griffins, die auftauchen und Gegner erblinden lassen: Netter Gedanke! – für VOLT, weniger für LUMPY.

Insgesamt scheint CVA maximal 10 Schiffe verloren zu haben, aber ein Vielfaches dessen abgeschossen zu haben! Die Disziplin war sehr gut, der FC ungemein entspannt und kompetent und ich um eine Erfahrung reicher. Ich sprühte vor Stolz und Glück!

Dann meint irgendwer, dass man ja jetzt zurückfliegen müsse. Nicht im Klon-Express, sondern in einer Flotte voller Schlachtschiffe. 20 Sprünge...

Ich sacke in mich zusammen. Verdammt... Einen Nachteil gibt es immer...





Freitag, 16. September 2016

Streuner suchen neue Heimat [Teil 2/4]

C1-HAB.
Ich bin mittlerweile der Flotte beigetreten, um nach Fittings und Schiffen zu suchen. Nightmares. Kann ich nicht fliegen. Nachdem ich auch den Markt durch MTCAB geprüft habe, steige ich in eine Basilisk um und verlasse C1-HAB in Richtung F-Y.
Wie praktisch, dass ich Logistik vor kurzer Zeit gelernt habe! Dadurch kann ich in jegliche T2-Logistik - seitens Caldari wie Gallente - einsteigen und mich dabei nichtmal schämen! Ebenfalls praktisch, dass ich vor Kurzem über 1 Mrd ISK in genau solche Schiffe investiert und damit eines in C1 stehen habe!
Der Flug dauert viel zu lange - gefühlt. Dennoch bin ich früh dran. Allerdings war das auch so geplant, denn ich habe keine Ahnung davon, was es bedeutet, Logistiker zu sein. Eigentlich hatte ich vor, genau das im Training von CVA zu lernen. Aber naja, in gewissem Maße ist dies ja jetzt der Fall. Also ist doch Eile geboten: ich habe eine halbe Stunde! Ich brauche Fittings für die Basilisk und mehr Infos darüber, was es bedeutet, Logistiker zu sein.
Das Fitting ist wichtiger!
Schnell sehe ich, dass meines schlecht war. Allem voran brauche ich einen MWD. Ich kauf den ganzen Krempel und lasse es in meine Basilisk einbauen.
Nachdem mein Fitting jetzt Doktrin-konform ist, wende ich mich an den Computer: "Computer! Gib mir alles, was du über Logistik fliegen bei CVA weißt!"



"Fuck! Das ist eine MENGE!" Ich blicke auf die Uhr. 15 Minuten noch. Schneller als mir lieb ist, sind diese dann auch vorbei, in denen ich versuche, möglichst viele Informationen einzusaugen. Dann kommt der Befehl zum Abdocken.


 Das Geschnatter in den Coms wird langsam weniger. Irgendjemand gibt Befehle zum Ausrichten und dann Warpen. Hm, das muss der FC sein. Später würde ich noch herausfinden, dass unser FC Teil des CSM ist. WTF. Ich versuche, die Kommandos - mehr schlecht als recht - mitzubekommen, während ich weiter mit mir und meiner  (nicht vorhandenen) Übersicht beschäftigt bin.
Plötzlich erwähnt jemand: "TITAN."
Ich hake nach und ja! - wir werden über einen beschissenen Titanen springen!!
Sofern mein Puls noch nicht bei 160 war, ist er es jetzt, denn DAS ist neu. Schon im nächsten System sehe ich mich direkt an einer POS besagtem Titanen gegenüber.




Etwas Zeit vergeht. Anscheinend bleiben wir hier einen Moment länger.
Nachzügler.
Ich schließe meine Vorbereitungen ab und versuche etwas zu entspannen. "Computer! Massage!"
Dabei stelle ich mit Erstaunen fest, dass ich auf fast 75km Entfernung noch Schilde reparieren sowie Kondensatoren anderer aufladen kann. Ich bin beeindruckt.

Die Flotte von CVA ist mittlerweile auf 132 angewachsen. Die größte Flotte, die ich bisher miterlebt habe, hatte weniger als 20 Mitglieder...
Das wird ein verdammt großer Kampf werden! - So denn überhaupt ein Kampf entstehen und LUMPY tatsächlich auftauchen würde.


 "Jump jump jump!", kommt es vom FC.

Nur dass mir noch keiner gesagt hat, wie das geht!
Panisch versuche ich, meinem Computer klarzumachen, was ich will. Und nach einer gefühlten Ewigkeit macht sie das dann auch.

Ich bin in Catch. Aber noch lange nicht in FR4...
Mit solch einer Flotte zu reisen dauert tatsächlich etwas länger...

Aber endlich kommen wir in FR4 an und springen über WLAR durch das MB-Gate.
Mir stockt für einen Moment der Atem.
546 Kapselpiloten im System!!!





Mittwoch, 14. September 2016

Streuner suchen neue Heimat [Teil 1/4]

Sanfte Klänge wecken mich aus meinem Schlaf. Dies realisierend wälze ich mich genervt in meinem Bett herum. Elende Weck-Musik, furchtbar!
„Computer, MinTrash, verdammt nochmal! Lernst du es nie?!“ Jedes Mal das gleiche auf dieser Station, unmöglich!
Die sanften Klänge werden dann aber sofort ersetzt durch deftige Bässe und anständige Musik, den MinTrash. Ich begebe mich, noch im Halbschlaf, ins Bad und unter die Dusche. Die Beats, das Wasser, die Bewegung - langsam werde ich munter.
Eine halbe Stunde später sitze im auf dem Sofa, vor mir ein reichhaltiges Essen – zu viel, zu scharf, zu seltsam – und schaue durch die Nachrichten. Ganz ordentlich was los, es braucht Zeit, ehe ich durch bin und das Pad beiseite lege.

Angefangen hat der Ärger vor zwei Tagen. Ich war gerade dabei abzudocken, als ich realisierte, was in den Coms erzählt wurde.
„Wie jetzt – man hat wo eine Zitadelle gedroppt?!“, hakte ich direkt nach. Es stellte sich dann heraus, dass vor wenigen Minuten erst in MB-NKE kurzerhand über 100 Kapselpiloten auftauchten, eine Zitadelle verankerten und wieder verschwanden. Aus reinem Zufall heraus hatte einer unserer Leute das kurz angezeigt bekommen und konnte aufgrund der Nähe direkt zur Zitadelle warpen.
Die Allianz, die da mal so frei war, war dabei aber so rot, wie es nur ging. LUMPY mit Namen, hatte diese sogar den Ruf einer durchaus fähigen Kampf-Allianz. Bei dem Namen allerdings bleiben sie wohl am ehesten … herumwandernde Streuner! Und diese kommen doch tatsächlich einfach vorbei und parken da 'ne Zitadelle! Nicht irgendwo, sondern genau dort, wo wir uns gerade eine zweite Basis aufbauen und einigen Freunden – VOLT – helfen, dort den Sicherheitsstatus zu pushen!
Mittlerweile glühten die Coms. Die Leute von VOLT, die diese Ecke von Catch gerade erst erobert hatten, waren natürlich sehr froh über die Bookmarks. Und schnell war auch klar, dass wir natürlich dabei sein würden, wenn in 2 Tagen das Monstrum von Zitadelle, nämlich eine Fortizar, online kommen würde! Und wer weiß, was LUMPY noch alles hier in Catch vorhat ?!
Ich wechselte dann auch erstmal nach Catch, um dort zu sein und auch, um den Minern dort zu helfen – die beschwerten sich nämlich gerade über zu viele Schlachtschiffe der Sanshas.
Das Geschehen war aber noch lange nicht vorbei – es dauerte nicht lang, dann meldeten die Coms wieder Bewegung. Eine größere Flotte war durch Catch unterwegs, in unsere Richtung – inklusive Titanen! Uff!
Während die Flotte durch Catch reiste, naja, eher sprang, wollte ich ein tarnfähiges Schiff, um meine Neugier zu befriedigen. Den anderen in den Coms ging’s ähnlich, allerdings brauchte ich noch eine ganze Weile, ehe ich mir ein vernünftig ausgerüstetes Schiff vor Ort kaufen konnte. Als ich dieses dann aber hatte, dockte ich ungeduldig ab.
Tatsächlich ist dann noch einiges los – zwar keine Kämpfe, aber diverse Titanen mit Support zu sehen ist schon sehr beeindruckend!







Seit dem sind zwei Tage vergangen, in denen die Coms glühten.

Ich packe meine wenigen Sachen zusammen und schließe sie im Schrank ein. Es ist absehbar, dass ich schon sehr bald wieder hier sein werde. Im Anschluss verlasse ich mein kleines Appartement und begebe mich in die medizinischen Bereiche der Station. Dort empfängt man mich freundlichst - was auch so zu sein hat, da für den Clone-Service neuerdings Gebühren anfallen, die mich doch immer wieder erblassen lassen. Aber leider ist es notwendig.
Die Formalitäten sind dann auch schnell geklärt und bald schon liege ich in einem Tank, angeschlossen an ich-weiß-nicht-wie-viele Geräte und verliere mein Bewusstsein.

Dresi adé.

In C1 wartet ein Schiff auf mich.
In F-Y wartet eine Flotte auf mich.
Und in Catch – da wartet eine Fortizar darauf, zerlegt zu werden...

Donnerstag, 26. November 2015

Entscheidungen

Yarebap – hier war er ja eher selten gewesen. Damals, in Kriegszeiten manchmal, aber sonst. Naja – aber letztlich eine Station wie viele andere auch.
Seine Stiefel klackten über den Boden, während er durch die Gänge lief. Dann hatte er die Tür gefunden und betrat den Raum.
Pierre trat in den mit gedimmten Licht und leicht gelblich beleuchteten Raum. Er war groß, durchaus 30 m² groß. Die ihm gegenüber liegende Wand war de facto ein großer Bildschirm, der einen Blick hinaus in das Weltall gewährte. Wahrscheinlich Yarebap selbst, der Sonne nach zu urteilen. Im Zentrum war eine Sofalandschaft ausgebreitet, dazu ein großer Tisch. Eliara schaute ihn schon nachdenklich an, Yanis ignorierte ihn und tippte auf seinem Pad herum.
„Hallo“ meinte Pierre nur lakonisch.
Eliara nickte ihm nur kurz zu, beobachte ihn aber weiter, wie er den Raum betrachtete.
Zu seiner Rechten war eine Bar, zu seiner Linken hingen einige Bilder, die sich auch über die anderen Wände verteilten.
„Hey ho.“ meinte er nur kurz, während er sich schon nach Rechts wandte und hinter die Bar ging.
Er suchte kurz und fand auch, was er suchte.
Ein hohes Glas.
Weißwein – hm, aus Aldilur, ok...
Er roch daran – recht intensiv, würzig. Aber welche Gewürze, war ihm schleierhaft. Naja, es war einen Versuch wert.
Grüner Quafe. Ein Schuss Gin. Ein Schuss Wodka.
Fertig.


Mit seinem Getränk ging er hinüber zu den anderen und setzte sich.
„Naja – dann los...“, meinte er nur, zu Eliara und Yanis blickend.


Gut zwei Stunden später hatte jeder einen Standpunkt vertreten. Vor- und Nachteile abgewägt.
In Manchem war man sich einig. In anderen Punkten nicht. Was aber zu erwarten war.



Eliara fasste es mit einem Seufzer nochmals zusammen.
„Tja, also letztlich – Yanis will bleiben. Hier und im HighSec.“ Dieser nickte kurz.
„Pierre will hier weg. Und auch aus dem HighSec gehen. Und ich... Ich weiß es nicht. Wirklich nicht. Pierre hat sicherlich klar gemacht, dass wir alle weiter das tun und lassen können, was wir wollen, auch wenn wir den HighSec verlassen. Und Yanis hat klar gemacht, dass Pierre hier im HighSec all das machen kann, was er mag. Oder zumindest von einer Operationsbasis im HighSec aus. Aber wir sind uns einig, dass wir als duMonde zusammen bleiben werden und die Dynastie dieser Familie weiter führen werden, richtig?“
Yanis winkte nur bestätigend mit seiner Hand, während er auf dem Pad irgendwas las. Pierre konnte es nicht erkennen – Börsennachrichten bestimmt.
Pierre nickte nur kurz dazu.
„Tja, jetzt fühle ich mich wie das Zünglein an der Waage. Na toll...“
Es war an der Zeit, seinen letzten Trumpf auszuspielen...
Pierre holte ebenfalls ein Pad hervor. Dabei fragte er Eliara:
„Hast du bei deinen Kontaktaufnahmen etwas erreicht? Perspektiven, Aussagen? Irgendwas?“
Eliara schaute ihm in die Augen, schüttelte dann aber leicht den Kopf.
Pierre nickte langsam.
„Ich schon. Hier, bitte.“ und übergab ihr damit sein Pad.
Sie hob eine Augenbraue, dann begann sie zu lesen. Zwischenzeitlich fragte sie, ohne mit dem Lesen aufzuhören: „Wer ist dieser Kaylin Briggs?“ beziehungsweise „Wer ist dieser Neovenator?!“


Nach einer Weile schaute sie wieder auf. Pierre hatte sich derweil den zweiten „Wild Rose“ gemacht. Eliara gab das Pad weiter und Yanis begann zu lesen.


„Naja, dann folgt halt diesmal die Familie dir, Mr. Pierre duMonde … Aber wenn es scheiße wird, bist du Schuld!“




Ganz leicht konnte Pierre ein Lächeln bei Eliara erkennen.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

[Pierre] Flycatcher unterschätzt oder: Sterben, zum ersten Mal

Einmal mehr – hinaus in die unendlichen Weiten des Unbekannten.
Meine Mice beschleunigt und ich springe durch das Wurmloch, hinaus aus dem HighSec und lande in – J113143. First things first – ich beschleunige, starte meine Sonden und entferne sie aus dem System. Dann tarne ich und werde unsichtbar für – alle. Ein Hauch Sicherheit, immerhin.
Das System entpuppt sich als ein System der Klasse C3. Es scheint sogar belebt zu sein nach den Informationen, auf die meine KI hier draußen Zugriff zu haben scheint. Und sogar eine stabile Verbindung ins HighSec. Naja – zumindest durch eine bin ich ja gekommen... welche ich gleich speichere.
Dazu kommen … 7 Türme und 4 Signaturen. Nicht wenig Türme... Aber die Reichweite meines DSCAN reicht nicht aus, um das ganze System zu erfassen. Spontan warpe ich zur Sonne und von dort aus sehe ich – mehr Türme, in der Gänze 11 Turme. Na da...
Nach und nach arbeite ich mich durch das System und lokalisiere die Türme. Alle sind allerdings verlassen – bis auf einen. Ah ja – hier lebt also noch jemand. Hm – was dann das erste Mal wäre, dass ich in einem W-Space-System bin, welches belebt wäre.


Aber naja – gerade ist aber niemand da, also weiter geht’s. Nach und nach erscanne und speichere ich die restlichen Signaturen, welche sich als ein Wurmloch nach J145805 (C2) sowie 1 Datasite und 1 Gasvorkommen entpuppen. Das C2 scheint sehr belebt zu sein – ich sehe neben Towern auch eine Procurer, eine Imicus, Schutzschilde und mehr. Nichts für mich – zu viel los!
Allerdings … in dem C3 hätte ich endlich mal die Gelegenheit, Schätze zu ergattern! Denn diese war keiner der gefährlichen Sleeper-Orte, sonder eine des Angel-Kartells. Weniger Verteidigung, gut für mich. Meine Mice bewegt sich also dorthin, alles scheint ruhig zu sein bis dato. Das ständige Triggern des DSCAN läuft langsam etwas regelmäßiger und zuverlässiger ab, es hat sich niemand gezeigt bis dato. Ruhe – meine Chance!

Vor Ort benötige ich doch länger als erwartet, um mich zu orientieren. Was ist hier was? Was ist wertvoll, was nicht? Bald darauf werden meine Hacking-Fähigkeiten aber auf die Probe gestellt und – trotz so vieler Übungsstunden – zeigen diese sich zwar nicht immer, aber des Öfteren erfolgreich! Ich sause durch dieses gefährliche Gebiet und beeile mich, alles Wertvolle zu ergattern.
Nach gut 30 Minuten (so lang ?!) verschwinde ich Richtung Heimat.
Geschafft!
Ich lebe noch!
Und mein gutes Schiffchen transportiert immerhin Güter im Werte von fast 6 Millionen ISK!
Erfolg!



Im sicheren HighSec wende ich mich Richtung Heimathafen. Was weiter tun? Da war noch ein Gasvorkommen... Und bis dato war das System einsam und verlassen... Und ich hätte noch etwas Zeit.. Auf der anderen Seite – sollte ich das jetzt noch riskieren? Manchmal muss man doch auch mal zufrieden
Ach, quatsch! Das Gas muss her!
So lasse ich schnell meine Mice zurück und besteige Huff Huff, mein Schiff der Prospect-Klasse. Und zurück!
Nur, leider leider, werde ich gebremst durch mein eigenes Versagen, eigene Unfähigkeit.
Jenes Wurmloch. Welches vom HighSec zu meinen Reichtümern führt.
Ich habe es nicht abgespeichert...
Einmal mehr fluche ich, dass mir meine KI zwar in den unbekanntesten Regionen des Weltalls noch die seltsamsten Informationen liefern kann, aber hier dies einfache Abspeichern nicht selber schafft!
Aber es nützt nichts. Praktischerweise habe ich der Huff Huff auch ein mobiles Depot und Scanner wie Sonden im Laderaum mitgegeben. Ich warpe also zu einem SafeSpot, werfe das Depot aus, warte ungeduldig (und getarnt, im Orbit) am Depot, dann rüstet mir das Depot die Scanner ein. Kurz darauf beginnt mein Einmalmehr-Auffinden des Wurmloches von Neuem. Zu meinem Troste gibt es hier nur zwei Signaturen. Allerdings habe ich wieder Glück – die Erste erscannte ist es nicht. Also die Zweite. Gefunden. Am Depot erfolgt nun wieder das Umrüsten auf Gasharvester, dann kann es mit marginalen Verzögerungen weiter gehen.
Ich beschleunige, lande am Wurmloch und fliege hindurch.

Kurz entfährt mir ein Seufzer, als ich wieder in meinem System, J113143, bin. Ich beschleunige zum Gasvorkommen. Nach Interpretation der KI – sie scheint unsicher, ha! - dürfte dies auch ein recht ergiebiges und wertvolles Vorkommen sein, da sie dort Fullerite-C32 vermutet. Mit einem Lächeln stelle ich vor Ort fest, dass dies korrekt ist. 2 Wolken sind vorhanden, eine davon jenes C32. Wunderbar! Ich beschleunige und nähere mich der Wolke.
Am besten für die Verteidigung dürfte sein, dass ich mit maximaler Geschwindigkeit die Wolke auf minimalem Orbit umkreise. Gesagt, getan. Leider erweist sich das nur theoretisch ideal – praktisch bin ich so schnell, dass es mich im Orbit hinausdrängt auf Entfernungen zur Wolke, die für die Gasharvester zu viel sind.
Wer designt solch unpraktischen Scheiß?! Muss ich mal Eliara sagen, die kann da vielleicht was optimieren...
So oder so, langsamer umkreisen ist es dann. Und so umkreise ich die Wolke. Immer wieder. Zyklus um Zyklus. Und das Gas sammelt sich – und sammelt sich. Aus der Wolke sollte deutlich mehr zu holen sein als aus der Datasite! Ich grinse über beide Backen, innerlich natürlich. Gleichzeitig beobachte ich den DSCAN immer wieder. Und auch diese Sleeper, sollten die nicht auch irgendwann hier auftauchen?! Aber wann?! Bis dato, mehr als 20 Minuten nach Start der Ernte, sehe ich noch nichts. Seltsam. Naja – selbst wenn sie kommen, ich bin schnell weg. Denn diese kleine Huff Huff hat nicht nur etwas Verteidigung, sondern ist auch kaum mit Warp Scrambler zu erwischen und innerhalb von 3 Sekunden im Warp. Wenn sie kommen, wäre ich sofort weg!
Weiter vergeht die Zeit, der Cargo füllt sich.
Da – auf dem DSCAN. Eine Flycatcher! Hm – da ist jemand. Ich sollte hier weg. Hm, einen Moment kann ich noch bleiben, bin ja sozusagen instant weg, falls er herkommen würde. Fluchtpunkt raussuchen ist schonmal eine Maßnahme.
Und da ist er auch schon! Das ging ja schnell, keine Sonden kein nichts. Naja – weg hier! Ich beschleunige Richtung Fluchtpunkt.
Und bin immernoch da. Hm, das ist schlecht. Ich sehe auch, dass ich getackelt bin. Aber das macht an sich nichts, der Warp sollte gehen, einer allein kann mich kaum daran hindern...
Derweil kommt jetzt der erste Schaden hinein. Ich beschleunige erstmal weiter, ändere den Kurs, in Bewegung bleiben hilft. Dabei fällt mir auf, dass das Weltall um mich herum anders aussieht als sonst.
Und dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Eine Blase! Verdammt! Von allen verdammten Schiffen da draußen, die möglich sind, erwischt mich doch hier tatsächlich jemand, der eine verfluchte Warpunterbrechungsblase aufsetzen kann!

Panik überkommt mich.
Tarnen – geht nicht.
Hier raus kommen ?! Vielleicht, ich bin schnell, also bleib ich das mal. Und das Richtung Rand der Blase. Alle Verteidigung, die meine Huff Huff hat, ist aktiv. Vielleicht reichts ?!



Nein, tut es nicht...
Es dauert etwas, aber mein Schiff ist dem unweigerlichen Tod geweiht...
Schade – aber naja, passiert. Zumindest mir irgendwie öfters...



Ich bereite mich auf die Flucht vor. Das Schiff explodiert. Ich versuche, zu fliehen.



Vergebens.
Kein Warp. Nichts.
Auch für meine Kapsel nicht.



Jetzt erst realisiere ich das unweigerliche Ende.
Ich werde sterben.
Jetzt.



Mein letzter Gedanke: Wo wache ich dann eigentlich auf ?!







[Off]



https://zkillboard.com/kill/49399437/
https://zkillboard.com/kill/49399441/



War ein sehr schöner Abend! Danke auch danach noch für die nette kurze Unterhaltung, ro jin!

Nie wieder werde ich zögern, wenn ich eine Flycatcher auf dem DSAN sehe :D

Samstag, 26. September 2015

[Pierre] C3 und wieder ein Schiff weniger

In den letzten Wochen nutzte ich die Zeit, mich bei diversen Corps des Amarr-Imperiums hochzuarbeiten – indem ich für sie Piraten abschoss. War sogar ganz angenehm für mein ISK-Polster! Demnächst sollten wohl all jene Agenten auch meinen Namen kennen, die das ganz große Geld anboten. Bald!
Aber nun – nun war Krieg. Was tun? Im HighSec zumindest erstmal entweder nicht abdocken oder mit was Tarnbarem. Also steige ich in meine schnicke Mice, eine Fregatte der Astero-Klasse, und setze mich an das heimische Tor, um dort gut 20 km vom Tor entfernt und unsichtbar für alle zu schauen, ob uns nicht jemand Spannendes besuchen würde.
Was natürlich nicht passierte. Alles Feiglinge!
Dafür kann man manchmal die Zeit auch anders nutzen – und dazulernen. Wenn ich mich etwa direkt auf das Tor konzentriere, dann wird der Ort zum Fokus meiner Wahrnehmung – sämtliche Kamera- und sonstigen Drohnen, die sonst für meine Wahrnehmung sorgten, flogen somit hinaus zu jenem Tor. Und somit konnte ich sofort jegliche an- und abfliegenden Schiffe an den deutlichen Geräuschen hören. Unglaublich, diese Technik! Dazu kommt, dass ich meinen Fokus auch so aufteilen kann, dass ich direkt sehe, welche Schiffe vom Tor aus wohin weiter fliegen. Sowas kann sicherlich hier und da nützlich sein!



Dann aber wurde der Zeitvertreib langweilig – was tun? Ganz klare Antwort: Ich sitze in einem der besten Erkundungsschiffe überhaupt – also nutzen! An einem Safespot werfe ich meine Scanner aus – 3 Signaturen. Immerhin, für HighSec nicht schlecht. Also lasse ich meine Sonden diese nach und nach untersuchen und – natürlich das letzte – war ein Wurmloch! Ein Zeichen, ganz klar! Diesmal galt es wieder, sie zu erkunden– aber kein Gas, sondern alte und geheime Orte, in sich wertvolle Geheimnisse verbergend. Und dort interessierte mich auch kein Krieg hier in diesen Regionen.
Ohne Zögern diesmal durchflog ich das Wurmloch und lande in … J205412. Ein recht großes System, an derem Rande ich mich befinde. Kurz zögere ich noch – brauche definitiv mehr Übung. Dann beschleunige ich, werfe meine Sonden aus und auch hinaus aus dem System und tarne mich. Soweit so gut. Erstmal wissen, wo wir sind. Vorbereitet sein und solcher Kram. Der DSCAN zeigt mir nichts an, aber das meiste ist außerhalb meiner Reichweite. Also warpe ich in das Zentrum des Systems hinein – ein kurzer Check offenbart es mir als ein System der Klasse C3. Und viele Signaturen – wirkt fast schon unaufgeräumt.
Im Zentrum sehe ich dann tatsächlich auch einen Turm im DSCAN. Und Schiffe – viele, inklusive Tengus und Ähnlichem. Also bestimmt bewohnt... Dann wollen wir den Turm mal finden.
Etwas Suchen und Probieren – dann stehe ich vor ihm und schaue ihn mir aus sicherer Entfernung kurz an. Natürlich speichere ich auch seine Position, habe diesmal auch daran gedacht, das Wurmloch zu speichern, welches mich hier hergebracht hat. Muss aber noch mehr Routine gewinnen, ganz klar.
Dann weiter – ich entferne mich wieder vom Turm und suche mir ein sicheres Plätzchen. Dort fange ich mit dem Erkunden selbst an. Was immer noch dauert – aber naja. Insgesamt 11 Signaturen sind nicht so schnell identifiziert, aber irgendwann hab ich dann alle. Das letzte – wie klar – ist ein weiteres Wurmloch, ansonsten gibt es sehr viele Relic- und Datasights. Sehr gut! Ich fliege zum Wurmloch, speichere seine Position und fliege hindurch, um zu wissen, wohin dieses führt. LowSec. Ich speichere auch dies und fliege wieder zurück. Mit Schreck und dann Ärger muss ich erkennen, dass sämtliche Signaturen ihre Daten wieder verloren haben. Warum denn das?! Warum kann sich meine sonst so kluge KI da genau solcherlei nicht merken?! Zufällig sehe ich dabei eine Bewegung in meinen Augenwinkeln. So man davon reden kann, hier. Ein Blick auf den DSCAN bestätigt es – ein anderes Schiff der Astero-Klasse. Aber es ist schon fort, ehe ich mehr sehen kann. Ein anderer Erkunder? Vielleicht....
Fluchend suche ich mir wieder eine sichere Position und – beginne von Neuem. Schneller diesmal löse ich die Positionen wieder auf, spare mir aber diesmal das Erkunden der beiden Wurmlocher – deren Position hab ich ja schon.
Sodann – zum Eigentlichen! Allerdings – wie gefährlich sind solche Orte eigentlich hier in den unbekannten Regionen dieses Wurmloches? Man hört ja Schlimmes von jenen Sleepern. Tief durchatmend beginne ich einen Dialog mit meiner KI. Ich muss das wissen, bevor ich da einfach so hinfliege. Etwas zäh, aber nach und nach bekomme ich heraus, dass in Wurmlöchern solche Orte tatsächlich von Sleepern bewacht sind. Mit Schlachtkreuzern scheint man diese manchmal schaffen zu können – aber nicht in einem C3. Schlecht. Allerdings – es gibt auch Sites, welche unbewacht sind. All jene, die von den Piraten hier sind. Ich wundere mich zwar, wie Piraten hier draußen sein konnten und dann noch solch alte Orte für sich beanspruchten – aber hey, sie waren da, was scherten mich die Details. Und ein kurzer Check der Orte hier bestätigte mir, dass alle Orte hier ungesichert sind. Sehr gut!
Auf geht es – und ich warpe zum ersten Ort. Kurz orientiere ich mich – die Strukturen der Blood Raider sind klar zu erkennen. Aber welche davon sind jetzt jene, die ich hacken kann?! Ein kurzes Probieren führt zu keinem Erfolg – bis ich erkenne, dass meine KI die Orte mir direkt anzeigen kann. Danach wird es einfacher und ich hacke den ersten Ort. Ergebnis – wenig Wertvolles. Nicht mal eine Mio ISK an Wert in Wrack-Materialien. Schade. Ich zögere – mitnehmen, in meinem kleinen Schiff? Oder hier lassen? Ach – was man hat, hat man. Also sammle ich es ein und wende mich der nächsten Struktur zu. Diese zu hacken, gelingt mir allerdings nicht. Ärgerlich – aber es gibt noch weitere. Auch diesen wende ich mich zu. Dabei erinnere ich mich immer wieder an die Bewohner hier und beobachte den DSCAN.
Beim der vierten Struktur allerdings ist es dann soweit – ich bin gerade fertig, da höre ich schon die Geräusche. Leichter Schaden an den Schilden. Ich schaue mich um und sehe zwei der Bewohner in direkter Nähe. Tja – das war es dann wohl. Und wie es aussieht, arbeiten beide ganz gut zusammen. Ich sehe zum einen eine Astero – bestimmt genau die, die ich vorhin auch sah – sowie eine Crow. Beide nicht sehr große Schiffe und der Schaden kommt auch nicht so schnell herein – meine Mice ist mittlerweile in den mittleren Panzerungsbereichen, was den Schaden betrifft. Nach 10 Sekunden vielleicht. Ich beobachte die Situation noch einen Moment länger. Die Astero scheint für den Schaden verantwortlich zu sein, vor allem über Drohnen. Zumindest sehe ich davon einige hier an mir und das erklärt den recht geringen Schaden. Die Crow könnte damit der Tackler sein. Jetzt muss ich aber dann doch fort – und während meine gute Mice noch explodiert, beschleunige ich den POD schon davon. Und bin fort.
Schade, ärgerlich. Aber ich merke, dass ich dem DSCAN viel zu wenig Aufmerksamkeit zugewandt habe. Leider. Die Mice ist auf Geschwindigkeit ausgelegt und nicht darauf, zu kämpfen. Aber vielleicht passe ich sie bei nächster Gelegenheit an – zumindest eine Warpkern-Stabilisierung hätte mir hier das Schiff retten können. Vielleicht dann beim nächsten Mal. Oder, besser, ich bin beim nächsten Mal schon weg.



Hm – jetzt muss ich mit Eliara reden. Ich brauch da ein neues Schiff ...



Off



Ja – mal wieder Krieg. Der Neovenator hat dazu so gut und vollständig geschrieben, was es dazu zu sagen gibt, dass ich hier nur gern darauf referenzieren mag.



Und somit trieb es mich mal wieder hinaus in die ganz gefährlichen Regionen :D

Samstag, 22. August 2015

[Pierre] Jet-Canning a Janitor, Chivvying a Chef

Das Kühl des Weltalls umfängt mich wieder. Die Sterne beleuchten die Sisters of Eve Station und ich bin in Stimmung, mir einzubilden, einzelne Partikel auf meiner Haut, der Außenhülle meines Schiffes, zu spüren.
Glücklich beschleunige ich und kurz darauf bin ich im Warp.
Der Abend war dann doch noch entspannt und unterhaltsam verlaufen – hin und wieder hatte meine Eisprinzessin sogar gelacht. Was mich doch schon glücklich machte. Doch nicht so viel Eis, wenn man sie denn erstmal soweit bekam.
Jetzt gilt es allerdings, den Hausmeister der Damsel zu erwischen – Alituras Quellen hatten diesen in einem kleinen Außenposten bei Arnon VI ausfindig gemacht. Nebben Centrien ist sein Name.

Dort angekommen rufe ich den Außenposten an – der gerade auch von Piraten bedrängt zu sein scheint, die hier ihren Spaß zu haben. Die Piraten vergehen im Feuer meines Kreuzers und sodann ist der Außenposten tatsächlich – wie verwunderlich, hehe - sehr bereit, mit mir zu reden und mich zu Nebben durchzustellen – und dieser deutet tatsächlich an, etwas über den Verbleib des Koches der Damsel zu wissen, will aber nur auf einer sicheren Station als dieser mehr Auskunft darüber geben.

Die Sisters of Eve Station scheint mir mehr als geeignet und zu diesem Vorschlag willigt er sodann auch ein. Somit bringe ich ihn kurzerhand direkt dort hin, wo Alitura schon auf uns wartet und den guten Mann – überraschend freundlich – empfängt. In ihrem Büro kommen wir zum Reden.
Leider ist der Mann weder besonders hell noch weiß er allzuviel. Aber er erwähnt wohl, dass zum Unglückszeitpunkt seltsame Drohnen bei der Damsel aufgetaucht wären - und was er ebenfalls weiß ist, wo der Koch der Damsel abgeblieben ist! Immerhin ein Anhaltspunkt. Nebben wird für weitere Untersuchungen abgezogen und Alitura und ich entscheiden, sofort zu versuchen, der Spur des Koches zu folgen. Immer der Nase nach – sozusagen.


Vor Ort kann ich einen Transporter erspähen, an dessen Fersen ich mich sogleich hefte. Während ich mich nähere, rufe ich das Schiff per Funk an – und bekomme Antwort!
„Hey – fantastisch! Könnten Sie mir kurz helfen, diese Dinger haben mir doch glatt den Antrieb zerschossen!“
Ich will gerade nachhaken, da warpen auch schon weitere Schiffe heran – diese Drohnen!
„KI, Analyse der Ziele!“, murmele ich der KI zu, während ich dem Transporter weiter entgegen eile.
„3 Ziele, Drohnen mit unbekanntem Operator. Fregattengröße, als gefährlich eingestuft. Design – unbekannt. Hersteller – unbekannt.“
Oha! Naja, aber bei der Größe sollten die kein Problem sein! Aber eins nach dem anderen.
So antworte ich auch erst einmal dem Koch, Aubrei Azil sein Name: „Sehe die Dinger – alles gut! Bekommen wir hin! Hole Sie erstmal heraus aus dem Wrack, in dem Sie da sitzen! Kleinen Moment nur noch!“

Während die Drohnen mit gut … 500 m/s in Richtung des Transporter unterwegs sind, bin ich schneller und vor ihnen vor Ort und bei Aubrei. Dieser ist bereit und kurz darauf an Bord, sodass ich wieder beschleunige. Jetzt zu diesen Drohnen – mal sehen, was die so können!
Ich nutze einige Asteroiden als Deckung aus und meine Rail-Guns beginnen, die Drohnen eine nach der anderen in Wracks zu zerlegen. Auffällig dabei ist die enorme Wendigkeit der Drohnen, gepaart mit einer Art Laser, der aber nur auf kürzeren Entfernungen zu arbeiten scheint - womit sie eigentlich schon verloren hatten, bevor es wirklich los geht!
Kurz drauf sind die Drohnen und ihr Nachschub erledigt und deren Wracks sammle ich am besten gleich einmal ein. Interessiert die Sisters bestimmt.
Noch kurz den Ort hier als Safe-Spot gespeichert und sodann sind wir wieder im Warp und auf dem Weg zurück zur Station der Sisters.

Immerhin – den Koch auch lebend erwischt! Wenn auch vielleicht etwas knapp – aber nur das Ergebnis zählt!

Montag, 20. Juli 2015

[Pierre] Auf der Suche nach ISK und ... Wolken [Teil 2/2]

J222834 heißt mich willkommen. 5 Planeten und 42 Monde lassen sich sofort ausmachen. Einmal mehr werfe ich meine Sonden aus, beschleunige und tarne mich. Speichere die Position des Wurmloches und werfe dann die Sonden aus dem System. Durchatmen. Wollen wir doch einmal schauen, was J222834 für mich so zu bieten hat.

Einen Gedankenimpuls später erkenne ich eine Menge Anomalien hier – da wartet einiges an Arbeit auf mich.
Dazu kommt noch die Vorbereitung des Ganzen. Ich warpe zu einem Planeten und auf dem Weg dort hin speichere ich einen ersten Safespot ab. Am Planeten wende ich und fliege den erstellten Punkt an, von dort aus warpe ich wieder los und speichere auf dem Weg dorthin einen weiteren Safespot – diesmal in keiner Verbindungslinie zwischen zwei anwarpbaren Punkten. Diese Punkte sind am sichersten.
Dabei ist mir im Direkt-Scan etwas aufgefallen – Türme! Stationen von Kapselpiloten! Aber … ohne Schutzschilde. Das deutet darauf hin, dass diese verlassen sind. Dennoch – eine Überprüfung ist Pflicht!
Mittlerweile auch gewusst wie, kann ich die Tower zügig finden - und tatsächlich – einer nach dem anderen sind einsam und leer und viel davon ist nicht mehr vorhanden. Damit wende ich mich von den Türmen ab und zu einem meiner Safespots. Nun geht es ans Erscannen dieses Systems – um Gasvorkommen mit enormen Reichtümern zu erbeuten!
Ich hole meine Sonden wieder ins System zurück und beginne mit dem Auflösen der Signaturen. Das sind nicht wenige – und nach und nach finde ich auch Gasvorkommen! Nur die Scanner meinen etwas von karg. Und nach und nach ergibt sich der traurige Umstand, dass J222834 zwar Gasvorkommen besitzt, aber alle sind von niedrigster Qualität!
Wie gemein! Ich zögere. Was tun? Trotzdem abbauen, auch wenn es schlecht ist? Oder andere Signaturen angehen, dann mit einem anderen Schiff?


Ich bin frustriert. Genervt. Und habe keine Lust mehr. Ich entscheide mich, diesen Ausflug auf das Sammeln von Erfahrungen zu beschränken und wende mich ab.


Bald bin ich wieder im HighSec angekommen – gar nicht mehr so traurig. Es war definitiv ein lohnenswerter Ausflug!





Beim nächsten Ausflug in diese gefährliche Region werde ich wohl etwas anders vorgehen. Mit einem Schiff, welches besser für die Erkundung geeignet ist. Und sollte ich dann ein gutes Gasvorkommen finden, kann ich zügig zurück und die Prospect holen. Alternativ kann ich dann noch einige andere Signaturen mitnehmen. Und dort... dort soll es doch auch so unglaublich wertvolle Artefakte geben!


Offplay



Hatte auch damit zu tun, dass ich fast 3 Stunden unterwegs war und es halb zwölf nachts war. Arbeit und so ^^ Hat dennoch viel viel Spass gemacht! Irgendwann wieder!


Für euch noch meine aktuellen Fittings.


Die Prospect gefittet auf Geschwindigkeit, vor allem Align Time unter 4 sec. Benutzt nur mit dem Core Probe Launcher, die Gas Harvester im Cargo.

[Prospect, Gas Miner 2]
Inertial Stabilizers II
Inertial Stabilizers II
Inertial Stabilizers II
Damage Control II


Medium Shield Extender II
5MN Y-T8 Compact Microwarpdrive
Adaptive Invulnerability Field II


Covert Ops Cloaking Device II
Gas Cloud Harvester II
Gas Cloud Harvester II


Small Low Friction Nozzle Joints I
Small Low Friction Nozzle Joints I


Mobile Depot x1


Fürs nächste mal erskille ich die letzten Punkte für die Astero, gefittet auch auf Geschwindigkeit und eine Align Time von 2.9 (!) Sekunden. Da soll mich mal wer mit erwischen :D

[Astero, Exploration T2]
Damage Control II
Nanofiber Internal Structure II
Small Armor Repairer II
Inertial Stabilizers II


1MN Afterburner II
Data Analyzer II
Relic Analyzer II
Stasis Webifier I


Covert Ops Cloaking Device II
Core Probe Launcher II, Sisters Core Scanner Probe


Small Gravity Capacitor Upgrade I
Small Low Friction Nozzle Joints I
Small Low Friction Nozzle Joints I


Hobgoblin II x5



Und zum Abschluss noch Links zum Thema Gas-Mining, für die, die sich weiter bilden wollen ^^
http://vonkeigai.blogspot.de/2014/10/how-to-mine-gas-fairly-safely-in.html
http://gramek.blogspot.de/2014/08/ninja-huffing-gas-harvesting-in.html
http://wiki.eveuniversity.org/Gas_Cloud_Mining

Sonntag, 28. Juni 2015

[Pierre] Auf der Suche nach ISK und ... Wolken

„Verschwende unser Geld nicht!“, hatte sie gesagt!
Sich überreden lassen, Teil ihrer Corp zu werden, hatte er! Freiheit aufgegeben. Für ihr verdammtes Geld!
Das wurmt und wurmt. Alle versuche, an mehr ISK zu kommen, sind bis dato gescheitert. Ich war es satt, so satt!
Aber vielleicht … Nein, nicht vielleicht – jetzt würde ich es ihr heimzahlen! Im wahrsten Sinne des Wortes! Das ISK würde sehr bald nur so sprudeln! Reich würde ich sein! Und es ihr zurück zahlen, jeden einzelnen, verdammten ISK!
Oh man, das glaube ich ja nicht mal selbst - also wer dann?! Zumindest zurückzahlen – das kann sie sich abschminken! Gör!


Tief durchatmend nehme ich mich einmal mehr des … Dinges vor mir an. Denn mit etwas Glück ist dort vor mir tatsächlich das ISK zu finden, was ich brauche und will. Zu teuer sind all die schönen Sachen – Schiffe der Stratios-Klasse oder Schlachtschiffe etwa.
Ich hatte recherchiert und gesucht und – gefunden. Den Gerüchten nach war sehr gutes Geld zu verdienen mit – Gas. Nicht irgendein Gas, sondern besonders seltene Gase, zu finden in den unkartografierten Regionen des sogenannten W-Space, der fremdartigen Orte, zu denen man nur durch Wurmlöcher kam. Wo niemand einen schützte außer man selbst. Eigene Fähigkeiten zählten, sonst nichts. Und die Jäger dort sollten zahlreich und sehr fähig sein.
Oh, aber wie zieht es mich dort hin. Das Unbekannte, Fremde, Gefährliche – es reizt!
Heute, jetzt, würde es soweit sein!





Auf!
Beschleunigend nähre ich mich dem Wurmloch und – springe!


Schwindel packt mich kurzzeitig, jenes flaue Gefühl im Magen nach einem Sprung. Mein Herz rast, während ich mich umschaue. Die KI blendet mir Informationen in mein Sichtfeld ein. J121323, eine Region der Klasse C2 – ein guter Anfang. Nach meinen Recherchen mit vielen Verbindungen versehen, aber noch nicht das, was ich suche. Denn das wirklich wertvolle Gas findet man nur in Regionen der Klasse C5 oder C6. Aber hier, dies ist ein guter Anfang! Ich konzentriere mich kurz und erkenne – erscanne – einen Tower mit Schilden. Hier wohnt also jemand! Sonst scheint alles ruhig zu sein – scheint!
Aber erstmal weg hier – wer auch immer noch hier sein könnte, wird wahrscheinlich die Wurmlöcher hier alle kennen und überwachen. Also erstmal weg!
Kurz entschlossen springe ich einen der Planeten an.
„Sobald Sie durch ein Wurmloch gesprungen sind, ist es eine gute Idee, zuallererst die Position seines Ausgangspunktes in dem System, das Sie soeben betreten haben, zu speichern. Tun sie das jetzt und sie finden jederzeit Ihren Weg zurück.“
Verdammt – die KI hatte recht! Was für ein Idiot ich doch bin!
Ruhig ruhig. OK, alles kein Problem – dann scannen wir uns zurück und speichern den Ort ab. Mich kurz im System orientierend, sehe ich schon, welche der Anomalien wohl die des Wurmloches ist, durch welches ich hierher gekommen bin.
Mittlerweile bin ich am Planeten angekommen, werfe meine Sonden aus und tarne mich dann. Ich bin sicherlich sehr eingerostet, was den Umgang mit diesen Sonden angeht. Und mein kleines Schiffchen ist auch nicht perfekt zum Einsatz dafür geeignet, weshalb es auch länger dauern kann. Somit nehme ich die Sonden erst einmal und sende sie weit hinaus, jenseits der Planetenorbits. Dort sollte niemand sie mitbekommen können. Wenn niemand weiß, dass ich hier bin, jagt mich auch keiner!
Dann schaue ich mich in Ruhe im System um. 6 Planeten, viele Monde, einen Tower habe ich auch schon mitbekommen.
Und mein Wurmloch, durch welches ich gekommen bin!
Ich lasse meine Sonden dorthin eilen und sich formieren und – langsam, Stück für Stück – erscanne ich mir die genaue Position des Wurmloches wieder. Dann habe ich es und warpe dorthin. Wunderbar, ein Wurmloch. B274 mit Kennung, verrät mir meine KI. Woher die das weiß?! Naja, so oder so, ich will sicher gehen, mich nicht geirrt zu haben, und springe durch das Wurmloch. Nachdem ich es gespeichert habe natürlich. Und tatsächlich komme ich wieder im HighSec, Sayartchen, an. Sehr gut, es war wirklich das Wurmloch, durch welches ich nach J121323 kam. Sogleich springe ich zurück dorthin. Soweit, so gut. Es gilt, das System weiter zu erkunden. Ich brauche einen Weg in ein C5 oder C6! Kurz entschlossen beschleunige ich von dem Wurmloch aus, werfe schnell meine zuvor eingesammelten Sonden aus, tarne mich und fliege getarnt einfach weiter, immer weiter weg vom Wurmloch selbst. Dabei werfe ich wieder erstmal meine Sonden hinaus aus dem System und komme kurz zur Ruhe.
Was jetzt? Direkt und zügig einen Weg weiter suchen? Oder sich die Zeit nehmen, das System hier näher zu erkunden?
Ganz klar – ich bin jetzt hier, im W-Space, endlich. Da machen wir keine halben Sachen! Wissen ist Macht, sagt man doch. Vor allem hier kann solcherlei enorm wichtig sein.
Sodenn – der Tower zuerst. Ich will wissen, wer hier wohnt, wo, und ob dort vielleicht sogar gerade jemand ist.
Nur – finden des Towers. Nie gemacht. Aber wird schon werden!
Der Scanner meines Schiffes sollte mir das eigentlich ermöglichen. Ich suche den Tower im DSCAN und finde ihn sofort. RIP Lotel – seltsamer Name. Mittels der einstellbaren Reichweiten habe ich schnell den Planeten heraus, um den er mit kreist. Und warpe dorthin. Überpüfe nochmals das Ergebnis – ja, der Tower ist an einem der Monde hier! Aber an welchem? Wieder mit den Reichweiten arbeitend, kann ich auch dies herausfinden und warpe dorthin.
Gefunden !





Sehr gut. Scheint aber gerade niemand da zu sein. Schade. Naja, aber auch gut für mich.


Wie weiter? Naja – nun das Eigentliche! Es gilt, die restlichen Signaturen zu identifizieren und aufzulösen. Auf auf!


Nach und nach sondiere ich die Signaturen des Systems, dabei immer wieder und wieder auch den DSAN betätigend. Und sehe auf einmal – Sonden! Da ist jemand! Noch jemand, hier, während ich das System erkunde! Wahrscheinlich hat er meine Sonden auch schon gesehen! Hm...
Oder sind das meine Sonden? Nein – denn diese Sonden sind Produkte der Sisters of Eve. Hochwertigere also, als die, die ich aktuell einsetze. Jemand ist hier!
Kurz überlege ich, wie ich weiter verfahre. Aber ich bin getarnt, somit unauffindbar. Bewege mich auch mit max. Geschwindigkeit, somit auch nicht per Zufall anwarpbar.
Ich bin sicher. Denke ich.
Sonst kann ich auch wenig tun, nur noch vorsichtiger sein. Also weiter scannen...


Neben einer Gas-Wolke finde ich diverse weitere Wurmlöcher, gleich das zweite allerdings führt – in ein C5. Ich juble auf vor Freude – gefunden!
Hier bleiben? Den anderen habe ich schon eine Weile nicht mehr gesehen, eventuell ist er schon fort.
C5 oder nicht?!
Ach, kommen wir zum Eigentlichen - dem C5!



Ich springe hindurch...

Freitag, 19. Juni 2015

[Pierre - Intermezzo] Alitura



Arnon IX. Hier bin ich wieder. Allein – gut so. Hat es mich wohl doch erwischt, irgendwie. Eisprinzessin... Habe Glück gehabt – sie hat sich überreden lassen, sich in dem hiesigen Restaurant zu treffen. Für meine Arbeit und so. Klar... sie will mehr. Das ist so weit klar. Mehr Infos und am ehesten von mir. Bin wahrscheinlich billig. Tja – aber wenn sie glaubt, durch ein Essen würde sich mein Preis weiter reduzieren lassen, hat sie sich getäuscht!

Mit einem Seufzer lasse ich mein Schiff hinter mir und begebe mich zu jenem Restaurant. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll. Keine Ahnung, wohin das alles geht. Aber hey – zu verlieren habe ich ja nix! No risk, no fun! Es gilt, die Prinzessin zu erobern!
Das Restaurant ist schick. Riesige Panorama-Fenster, Holz-Dekor, man geleitet mich zu den reservierten Plätzen.

Sie ist schon da. Was dazu führt, dass mein Herz in die Hose sinkt und der gesammelte Mut wieder dahin ist. Wollen wir hoffen, dass das nicht zu sehr nach außen dringt – überspielen, Pierre!
Möglichst gewandt setzte ich mich und lächle ihr zu. Lehne mich zurück. Relaxed!
„Schön, dich wieder zu sehen – du siehst bezaubernd aus!“ meine ich. Angriff ist ja bekanntlich die beste Verteidigung.
Sie – mustert mich. Und verdammt, sie sieht einmal mehr wirklich gut aus! Abendkleid, schwarz und einfach, mit etwas Dekolleté. Silberne dezente Kette, welche ihre fast weißen Haare zur Geltung bringt.

Scheißendreck! Relax!
Aber wie zum Teufel soll man sich bei dem Blick der Eisprinzessin entspannen?!
„Danke. Gut, dass du wieder da bist. War zwar bis dato wenig erfolgversprechend das alles, aber zumindest zügig gearbeitet hast du. Ist bei euch Kapselpiloten nicht selbstverständlich...“
Ich lächle weiter – halb erzwungen, halb tatsächlich innerlich lachend. Ein DU?! Bei der Eisprinzessin? Ich hab mit vielem gerechnet, aber damit dann doch nicht. Das hatte doch bestimmt seine Gründe?! Was wollte meine Lady?!
„Natürlich – bei so bezaubernden Auftraggebern arbeite ich besonders zügig und gewissenhaft! Will ja unsere Beziehung weiter vertiefen, nicht wahr?!“
Sie lächelt leicht, was mein Herz zum Hüpfen bringt.
„Hör mal zu, Pierre. Um das ein für allemal klar zu stellen – unsere Beziehung wird rein professionell sein. Nichts mehr – niemals. Entweder, du akzeptierst dies, und wir arbeiten weiter zusammen. Oder du gehst. Deine Entscheidung. Nur triff sie jetzt, damit dies ein für allemal erledigt ist!“
Mein Lächeln ist verschwunden und mein Herz sitzt wieder betrübt an seinem alten Platze. Verdammt!

Ich beuge mich vor, schaue ihr in ihre blauen Augen.
„Das ist dein Ernst, hm? Nichts? Kein Anschauen? Kein Lächeln? Kein Sagen, dass du bezaubernd aussiehst? Kein Flirt, nicht mal ein bisschen?“
Ich erhebe mich. Was sie doch zu überraschen scheint.
„Tut mir leid, das kann ich nicht. Will ich nicht. Wenn du sagst, es wird nie etwas zwischen uns laufen, dann kann ich das akzeptieren. Aber das Leben ist oft genug ernst genug – ohne etwas Spaß und Freude, nur Ernst und Arbeit? Nein danke.“
Wir schauen uns an.
Ich nicke ihr kurz zu und wende mich ab. Arg – verdammter Stolz! Da war ich wohl jetzt zu weit gegangen!

„Warte!“, meint Alitura in diesem Moment.
Mein Herz hüpft wild durch die Gegend und ich halte wieder an, drehe mich zu ihr um.
„Vielleicht habe ich mich da auch etwas falsch ausgedrückt. Es wird nichts zwischen uns laufen, das hast du zu akzeptieren. Aber... naja, wenn du hier und da Komplimente machen willst - meinetwegen...“
Ich lächle wieder – Ha! Geschafft!
„Aber übertreib' es nicht!“ ergänzt sie noch, mich anschauend. „Etwas ist ok, aber wenn ich sage, dass es genug ist, lässt du es sein!“
Ernst schaut sie mich dabei an. Hehe – scheint mich schon einschätzen zu können. Naja, etwas zusammenreißen würde wohl drin sein. Vorerst. Und wer weiß, wer weiß...
„Ja, ich denke, das bekomme ich hin...“, meine ich schmunzelnd, während ich mich wieder setze.
„Also, meine Eisprinzessin – wie sieht's denn nun mit was zu Essen aus? Habe nämlich Hunger. Und dann müssen wir da natürlich noch über Geschäftliches reden, nicht wahr?“
Kurz zuckt es in ihren Augen ob der Wortwahl, dann aber nickt sie nur, leicht lächelnd.
„Ja – Essen finde ich eine sehr gute Idee!“

Ha – vielleicht bekomme ich den Namen Eisprinzessin doch noch durchgesetzt. Muss es nur lange genug durchziehen...

Mittwoch, 5. November 2014

[Pierre] Sisters: Of Interest, Retrieving Red, Altering Alitura

Tevis zeigt sein Gesicht nicht und so erzeugt seine tiefe Stimme das Bild eines massigen, in Leder gekleidetet Hühnen von ihm.
„Hallo, Alitura hat dich ja schon angekündigt.“
„Genau, du warst in Manarq, richtig?“ frage ich Ihn.
„Ja, war ich, hab vor Ort die Crew aufgesammelt. Was davon noch da war. Die Explosion war gewaltig...“
„Ja, hab nur die Überreste gesehen, aber dennoch... Vor allem, wenn nach Concord dort kein einziger Schuss abgegeben wurde. Allemal, ich soll da jetzt für … Alitura mehr herausfinden. Kannst du mir sagen, wo die Crew hingebracht wurde? Oder irgendwas anderes, was hilft?“
„Hm. Naja, ich könnte schon herausfinden, wo die hingebracht wurden. Allerdings … nicht umsonst.“
Ach verdammt! Hätte ich ja auch ahnen können...
„Ah ja, was denn?“ hake ich so möglichst neutral nach.
„He, nicht was du denkst. Am Ort der Explosion sind mittlerweile einige Piraten aufgetaucht. Beseitige sie und räume dort auf. Wer weiß – vielleicht wissen sie ja etwas?! So oder so, du bist schneller als die meisten dabei, dort aufzuräumen. Verdammt, wahrscheinlich sogar schneller als ich die Informationen über die Crew zu sammeln. Scheiß Sicherheitssysteme.“
„OK, Deal.“ meine ich mit einem Schmunzeln.

Kurz darauf bin ich im Warp und wenig später wieder in Manarq. Tatsächlich sind hier Piraten und diese vergehen auch sehr schnell im Feuer meiner Railguns. Kurz nehme ich mir die Zeit, mich hier nochmals umzuschauen. Naja, und meinen Salvage Drones die Zeit zu geben, sich durch die Wracks zu arbeiten. Kopfgelder gab es auch, sehr gut. Auch kleiner Tropfen hölt den Stein – oder so.
Sodann fliege ich wieder zurück zu Tevis und frage mich derweil, wer wohl jetzt dafür sorgt, dass die Piraten nicht wiederkommen. Naja, nicht mein Problem.
Bei Tevis vor Ort informiert mich dieser dann darüber, dass er wirklich schon jemanden aud der Crew der Damsel ausfindig gemacht hat. Jener hat sogar schon wieder auf einem neuen Schiff angeheuert – der „Red“. Natürlich, wie sollte es anders sein, hat er bei einem viel zu schwach bewachten Convoy angeheuert und die Piraten sind wohl in der Gegend gerade auf der Suche nach Futter. Meine Güte – sollte ich das Essen mit der Eisprinzessin tatsächlich doch nicht schaffen?! Wäre sehr ärgerlich, aber erstmal diesen Typen aufgreifen.


 Also wende ich einmal mehr mein Schiff und muss tatsächlich mit ansehen, wie der Convoy aufgerieben wird von Piraten. Mein Eingreifen vor Ort kommt leider – höchstens Nanosekunden – zu spät und ich kann die Zielperson nicht mehr retten.






Mit seiner Leiche im Bay wende ich schweren Herzens mein Schiff wieder und melde mich bei Tevis zurück. Erfolge sehen irgendwie anders aus...
Die Nachricht dessen lässt Tevis allerdings recht locker.
„Tot? Naja, passiert. Dann können Concord und ich dir hier gerade keine weitere Hilfe mehr sein. Zumindest aktuell.“
„Hm, OK. Und dann?“
„Naja, red halt nochmal mit Alitura. Die wollte sowieso nochmal mit dir reden – wegen dem Datensatz von der Explosion, den du ihr geschickt hast. Sie können ihn wohl angeblich nicht entschlüsseln. Allemal, sie wartet auf dich.“



Genau! Da war ja was! Und sie wartet! Auf mich!
„Alles klar!“ meine ich erfreut und beschleunige schon im nächsten Moment auf Warpgeschwindigkeit.





[Offplay: Datacore ?! Woher kommt der denn? Kann mich nicht dran erinnern. Bug im Plot?! :D]

Donnerstag, 11. September 2014

[Pierre & Eliara] Fleet Missions




Pierre


Tja, mein Schwesterchen-Nach-Recht hat sich ja als nun Cheffin der ach so tollen Familie duMonde eine Corp mit anderen Kapselpiloten gesucht, um dort ihr neues Imperium aufzubauen. Große Pläne und so.
Wen's interessiert. Mich weniger.
Bis jetzt.

KI, spiel die Nachricht doch nochmal ab!
Hallo Pierre! Sag mal, du interessierst dich doch für diese Aufträge der Agenten, hm? Weil, naja, einige meiner Freunde hier wollen wohl gemeinsam einige der profitableren Aufträge gemeinsam angehen. Und sie hätten kein Problem, wenn mein Brüderchen, also du, dich da dazu gesellen würdest! ISK kannst doch gebrauchen, oder? Und auch was lernen. Fliegen wohl riesige Schlachtschiffe! Ist wohl auch für die Empire Familie – du weißt, die in Amarr. Wenn die unseren Namen zumindest mal kennen würden...
Naja, überlegs dir! Küsschen!

Manchmal kann ihre gute Laune echt anstrengend sein – aber schlecht klingt das nicht. Schlachtschiffe. In einer Flotte. Für die ganz großen Agenten. Und ISK.
Aber es ist auch gefährlich. Müsste ich mich in meiner Thorax zurückhalten...

Aber hey – davor schrecken wir jetzt mal nicht zurück. Im Zweifelsfalle ist Eliara Schuld und muss mir ne Neue kaufen!



Wenige Tage später dann ist es soweit – durch Eliaras Einfluss bekomme ich dann auch eine Einladung zu der Flotte und schaue mir die Schiffe einmal näher an.
Wow. Golem-Klasse! Und noch ein Maraudeur der Paladin-Klasse! Sowie ein Amarr-Schlachtschiff. Dem äußeren nach zu urteilen. Die KI erkennt es sofort als Schiff der Abaddon-Klasse. Das ist eine Flotte, die reichen würde, ganze Planeten zu nehmen! Wer will das denn aufhalten? Ha, das wird ein Spass!




Gemeinsam wird sich abgesprochen und ein erstes Versteck der Piraten aufgesucht. Dieses ist tatsächlich sehr gut verteidigt, schnell tauchen nicht nur Kreuzer und Fregatten, sondern auch einige Schlachtschiffe auf! Während ich mich vornehmlich der Fregatten annehme, beginnen die Schlachtschiffe mit ihrem Feuerwerk – und in kürzester Zeit sind Schiff um Schiff nur noch Wracks. Beeindruckend! Solcherlei will ich auch fliegen können!




Es ist nicht einfach, immer in Bewegung zu bleiben und nicht zu viel Aufmerksamkeit der dicken Dinger auf mich zu lenken. Aber meist gelingt mir dies. Wirklich gut.















Dreck! Weg hier! Weg weg we....
Puh, war das knapp!



















Ja, hat sich gelohnt! Gar nicht so doof, diese Leute hier...


Eliara


Schau mal einer an – der Pierre hat sich doch tatsächlich auf mein Angebot mit der Flotte eingelassen. Gut gut, hoffentlich freundet er sich da mal mit einigen hier an. Macht mir machmal echt Sorgen, dieser sture Einzelbrödler. Aber den bekomm ich auch noch überzeugt.



Und neben recht fröhlicher Bewertung schickt er sogar noch einige Aufnahmen mit! Mal schauen...
Riesig, diese Schiffe. Wenn der Pierre wüsste, wie schwer es ist, solch ein Moloch in den Warp zu bekommen... Aber ihn interessiert ja wohl mehr das ISK. Und das Prahlen danach. Naja, soll er.





Und Kämpfe. Wracks. So viele Wracks. Wieviele Hunderte, nein Tausende wohl allein auf einem der Schlachtschiffe arbeiten? Und die meisten dort sterben. Im Beschuss dieser Kapselpiloten. So schlimm. So falsch. Und dann wundert man sich, dass sie uns hassen? Wir einen Ruf als Mörder haben? Denn letztlich, letztlich sind wir es dann doch!









Das sind keine Wunderwerke unserer Technologie – vielmehr sind es Dämonen des Todes! Raketen, wie hungrige Mäuler sich durch diese angeblich so bösen Feinde fressend. Sie glauben wahrscheinlich, es mit Piraten, Monstren mit seltsamen Rieten, Verbrechern und sonstigem zu tun zu haben – aber letztlich sind es Menschen! Feige, sie abzuurteilen, ohne sie zu kennen!









Und am Ende bleiben nur Wracks und Leichen!

Boah, bin ich wütend! Wenn ich diese Kerle unter die Finger bekomme, können Sie sich was anhören!

Sonntag, 17. August 2014

[Pierre] Sisters: A Beacon Beckons 02, Agent Inquiry

Ihre eiskalten Augen mustern mich weiterhin. Ob sie meine Gänsehaut bemerkt? Egal.
Wie erwartet. Dann machen wir es kurz.“

Während sie erzählt, mache ich es mir noch etwas bequemer auf ihrem Schreibtisch.
Wir haben vor kurzem einen Notruf erhalten, die Damsel. In Anbetracht der Situation und ihrer … Fähigkeiten sind Sie wohl eher dort vor Ort als unsere Leute. Untersuchen sie die Lage vor Ort und retten Sie zur Abwechslung mal einige Leben, statt diese zu vernichten. Können Sie das schaffen?“
Wirklich bissig, die Kleine. Aber hey...
Klar, bekomm ich hin. Schick mir die Details an mein Schiff, ich breche gleich auf. Leben retten und so. Alles, was meine Eisprinzessin mag!“
Gewand – hoffe ich – schwinge ich mich vom Tisch und schenke ihr ein Grinsen. Keine Reaktion auf ihren neuen Namen – schade.
Gut, beeilen Sie sich! Das ist kein Spiel!“ ruft sie mir noch hinterher und ich komme nicht umhin, nochmal kurz anzuhalten. „Pierre, Pierre bitte. Und wenn ich wieder komme, gehen wir schön was Essen, Schatz. Zur Feier der geretteten Leben und so.“
Wieder dieser Blick, der Blood Raider töten könnte – ja! Dann murmelt sie nur etwas vor sich her, während sie wieder beginnt, ihrer sonstigen Arbeit nachzugehen. Wohl hauptsächlich beschäftigt wirken. Könnte was mit „verrückt“ und „Kapselpiloten“ gewesen sein, was sie da gemurmelt hat...
Ich funke Markus an, dass es wie erwartet losgeht und alle an Bord und das Schiff bereit ist. Wenig später versinke ich im Leib der Thorax und wir verlassen die Station der Schwestern. Auf bald, Eiskönigin!


2 Sprünge später bin ich in Manarq und nähere mich den gegebenen Koordinaten. Tja – da war wohl jemand schneller als ich! Überall Concord Schiffe, dazu das Wrack der Damsel. Ich lasse einige Drohnen ausschwärmen, sich das näher anzusehen, während ich mich langsamer nähere. Ja – hier scheint alles vorbei und geklärt zu sein. Heldenhafter Pierre – zu spät!
Ich rufe die Concord-Schiffe an und erhalte wenig später Kontakt. Sie hätten hier alles unter Kontrolle und auch einige Überlebende geborgen und schon zu Kliniken weiter geschickt. Ich solle verschwinden... Tja – nichts mehr zu holen!
Ich rufe die Eisprinzessin an, die auch reagiert. Sehr schön. Ihr Blick mustert mich, abwartend. Der Puls steigt – verdammt, diese Frau!
Hallo, Schönheit. Hier ist soweit alles ruhig, Concord ist schon vor mir hier gewesen und hat die Situation geklärt. Überlebende sind versorgt und abtransportiert worden. Schade, hätte das hier so gern für dich gerettet. Wenn ich da nicht so lang hätte warten müssen bei dir...“
Ihre Augen ziehen sich finster zusammen, dann schaut sie woanders hin.
Concord, sagten Sie? Captain deVries, richtig?“
Ja, mit dem hab ich gerade geredet...“ meine ich, leicht verwirrt.
Gut, warten Sie 10 Minuten.“
Ehe ich etwas erwidern kann, ist die Verbindung beendet. Tja, das wird nicht einfach werden mit mir und der Eisprinzessin!
Ich warte die vereinbarte Zeit ab und tatsächlich meldet Sie sich wieder.
Zuerst – Danke für ihre Arbeit.“
Danke?! Wofür das denn? Da will doch jemand was...
Die Damsel, so scheint es, hat keinen einzigen Schuss abbekommen. Irgendwas muss dort passiert sein. Ich möchte, dass sie das weiter verfolgen. Alles, was Aufschluss geben könnte – seien es die Route der Damsel, ihre Ladung, ihr Pilot und die sonstige Crew. Was auch immer. Concord ist hier wohl der erste Ansprechpartner. Ich habe ein Treffen arrangiert zwischen Ihnen und einem Agenten der Concord. Tevis Jak sein Name. Treffen sie Ihn. Er ist aktuell bei ORE als Agent unterwegs. Aber er wird Ihnen weiter helfen können.“
Das wird ja auf einmal interessant und meine Neugier ist geweckt. Kurz nicke ich zu ihren Worten.
Gut, werde ich tun. Und – es heißt Pierre. Bestellst du das Essen für später? Ich muss da noch was klären mit Tevis. Bis bald, Schatz!“
Damit kappe diesmal ich die Verbindung. Was ihr bestimmt nicht gefallen wird!
Hoffe ich.
Naja – dennoch, das mit der Damsel. Dieses Wrack sah schon verdammt zerstört aus – was war dort passiert?!

Wenig später bin ich in Tar und nähere mich seiner Position. Dort finde ich ihn dann auch an, einen Kommunikationssatelliten umkreisend.

Ich baue eine Verbindung zu ihm auf...