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Samstag, 22. August 2015

[Pierre] Jet-Canning a Janitor, Chivvying a Chef

Das Kühl des Weltalls umfängt mich wieder. Die Sterne beleuchten die Sisters of Eve Station und ich bin in Stimmung, mir einzubilden, einzelne Partikel auf meiner Haut, der Außenhülle meines Schiffes, zu spüren.
Glücklich beschleunige ich und kurz darauf bin ich im Warp.
Der Abend war dann doch noch entspannt und unterhaltsam verlaufen – hin und wieder hatte meine Eisprinzessin sogar gelacht. Was mich doch schon glücklich machte. Doch nicht so viel Eis, wenn man sie denn erstmal soweit bekam.
Jetzt gilt es allerdings, den Hausmeister der Damsel zu erwischen – Alituras Quellen hatten diesen in einem kleinen Außenposten bei Arnon VI ausfindig gemacht. Nebben Centrien ist sein Name.

Dort angekommen rufe ich den Außenposten an – der gerade auch von Piraten bedrängt zu sein scheint, die hier ihren Spaß zu haben. Die Piraten vergehen im Feuer meines Kreuzers und sodann ist der Außenposten tatsächlich – wie verwunderlich, hehe - sehr bereit, mit mir zu reden und mich zu Nebben durchzustellen – und dieser deutet tatsächlich an, etwas über den Verbleib des Koches der Damsel zu wissen, will aber nur auf einer sicheren Station als dieser mehr Auskunft darüber geben.

Die Sisters of Eve Station scheint mir mehr als geeignet und zu diesem Vorschlag willigt er sodann auch ein. Somit bringe ich ihn kurzerhand direkt dort hin, wo Alitura schon auf uns wartet und den guten Mann – überraschend freundlich – empfängt. In ihrem Büro kommen wir zum Reden.
Leider ist der Mann weder besonders hell noch weiß er allzuviel. Aber er erwähnt wohl, dass zum Unglückszeitpunkt seltsame Drohnen bei der Damsel aufgetaucht wären - und was er ebenfalls weiß ist, wo der Koch der Damsel abgeblieben ist! Immerhin ein Anhaltspunkt. Nebben wird für weitere Untersuchungen abgezogen und Alitura und ich entscheiden, sofort zu versuchen, der Spur des Koches zu folgen. Immer der Nase nach – sozusagen.


Vor Ort kann ich einen Transporter erspähen, an dessen Fersen ich mich sogleich hefte. Während ich mich nähere, rufe ich das Schiff per Funk an – und bekomme Antwort!
„Hey – fantastisch! Könnten Sie mir kurz helfen, diese Dinger haben mir doch glatt den Antrieb zerschossen!“
Ich will gerade nachhaken, da warpen auch schon weitere Schiffe heran – diese Drohnen!
„KI, Analyse der Ziele!“, murmele ich der KI zu, während ich dem Transporter weiter entgegen eile.
„3 Ziele, Drohnen mit unbekanntem Operator. Fregattengröße, als gefährlich eingestuft. Design – unbekannt. Hersteller – unbekannt.“
Oha! Naja, aber bei der Größe sollten die kein Problem sein! Aber eins nach dem anderen.
So antworte ich auch erst einmal dem Koch, Aubrei Azil sein Name: „Sehe die Dinger – alles gut! Bekommen wir hin! Hole Sie erstmal heraus aus dem Wrack, in dem Sie da sitzen! Kleinen Moment nur noch!“

Während die Drohnen mit gut … 500 m/s in Richtung des Transporter unterwegs sind, bin ich schneller und vor ihnen vor Ort und bei Aubrei. Dieser ist bereit und kurz darauf an Bord, sodass ich wieder beschleunige. Jetzt zu diesen Drohnen – mal sehen, was die so können!
Ich nutze einige Asteroiden als Deckung aus und meine Rail-Guns beginnen, die Drohnen eine nach der anderen in Wracks zu zerlegen. Auffällig dabei ist die enorme Wendigkeit der Drohnen, gepaart mit einer Art Laser, der aber nur auf kürzeren Entfernungen zu arbeiten scheint - womit sie eigentlich schon verloren hatten, bevor es wirklich los geht!
Kurz drauf sind die Drohnen und ihr Nachschub erledigt und deren Wracks sammle ich am besten gleich einmal ein. Interessiert die Sisters bestimmt.
Noch kurz den Ort hier als Safe-Spot gespeichert und sodann sind wir wieder im Warp und auf dem Weg zurück zur Station der Sisters.

Immerhin – den Koch auch lebend erwischt! Wenn auch vielleicht etwas knapp – aber nur das Ergebnis zählt!

Freitag, 19. Juni 2015

[Pierre - Intermezzo] Alitura



Arnon IX. Hier bin ich wieder. Allein – gut so. Hat es mich wohl doch erwischt, irgendwie. Eisprinzessin... Habe Glück gehabt – sie hat sich überreden lassen, sich in dem hiesigen Restaurant zu treffen. Für meine Arbeit und so. Klar... sie will mehr. Das ist so weit klar. Mehr Infos und am ehesten von mir. Bin wahrscheinlich billig. Tja – aber wenn sie glaubt, durch ein Essen würde sich mein Preis weiter reduzieren lassen, hat sie sich getäuscht!

Mit einem Seufzer lasse ich mein Schiff hinter mir und begebe mich zu jenem Restaurant. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll. Keine Ahnung, wohin das alles geht. Aber hey – zu verlieren habe ich ja nix! No risk, no fun! Es gilt, die Prinzessin zu erobern!
Das Restaurant ist schick. Riesige Panorama-Fenster, Holz-Dekor, man geleitet mich zu den reservierten Plätzen.

Sie ist schon da. Was dazu führt, dass mein Herz in die Hose sinkt und der gesammelte Mut wieder dahin ist. Wollen wir hoffen, dass das nicht zu sehr nach außen dringt – überspielen, Pierre!
Möglichst gewandt setzte ich mich und lächle ihr zu. Lehne mich zurück. Relaxed!
„Schön, dich wieder zu sehen – du siehst bezaubernd aus!“ meine ich. Angriff ist ja bekanntlich die beste Verteidigung.
Sie – mustert mich. Und verdammt, sie sieht einmal mehr wirklich gut aus! Abendkleid, schwarz und einfach, mit etwas Dekolleté. Silberne dezente Kette, welche ihre fast weißen Haare zur Geltung bringt.

Scheißendreck! Relax!
Aber wie zum Teufel soll man sich bei dem Blick der Eisprinzessin entspannen?!
„Danke. Gut, dass du wieder da bist. War zwar bis dato wenig erfolgversprechend das alles, aber zumindest zügig gearbeitet hast du. Ist bei euch Kapselpiloten nicht selbstverständlich...“
Ich lächle weiter – halb erzwungen, halb tatsächlich innerlich lachend. Ein DU?! Bei der Eisprinzessin? Ich hab mit vielem gerechnet, aber damit dann doch nicht. Das hatte doch bestimmt seine Gründe?! Was wollte meine Lady?!
„Natürlich – bei so bezaubernden Auftraggebern arbeite ich besonders zügig und gewissenhaft! Will ja unsere Beziehung weiter vertiefen, nicht wahr?!“
Sie lächelt leicht, was mein Herz zum Hüpfen bringt.
„Hör mal zu, Pierre. Um das ein für allemal klar zu stellen – unsere Beziehung wird rein professionell sein. Nichts mehr – niemals. Entweder, du akzeptierst dies, und wir arbeiten weiter zusammen. Oder du gehst. Deine Entscheidung. Nur triff sie jetzt, damit dies ein für allemal erledigt ist!“
Mein Lächeln ist verschwunden und mein Herz sitzt wieder betrübt an seinem alten Platze. Verdammt!

Ich beuge mich vor, schaue ihr in ihre blauen Augen.
„Das ist dein Ernst, hm? Nichts? Kein Anschauen? Kein Lächeln? Kein Sagen, dass du bezaubernd aussiehst? Kein Flirt, nicht mal ein bisschen?“
Ich erhebe mich. Was sie doch zu überraschen scheint.
„Tut mir leid, das kann ich nicht. Will ich nicht. Wenn du sagst, es wird nie etwas zwischen uns laufen, dann kann ich das akzeptieren. Aber das Leben ist oft genug ernst genug – ohne etwas Spaß und Freude, nur Ernst und Arbeit? Nein danke.“
Wir schauen uns an.
Ich nicke ihr kurz zu und wende mich ab. Arg – verdammter Stolz! Da war ich wohl jetzt zu weit gegangen!

„Warte!“, meint Alitura in diesem Moment.
Mein Herz hüpft wild durch die Gegend und ich halte wieder an, drehe mich zu ihr um.
„Vielleicht habe ich mich da auch etwas falsch ausgedrückt. Es wird nichts zwischen uns laufen, das hast du zu akzeptieren. Aber... naja, wenn du hier und da Komplimente machen willst - meinetwegen...“
Ich lächle wieder – Ha! Geschafft!
„Aber übertreib' es nicht!“ ergänzt sie noch, mich anschauend. „Etwas ist ok, aber wenn ich sage, dass es genug ist, lässt du es sein!“
Ernst schaut sie mich dabei an. Hehe – scheint mich schon einschätzen zu können. Naja, etwas zusammenreißen würde wohl drin sein. Vorerst. Und wer weiß, wer weiß...
„Ja, ich denke, das bekomme ich hin...“, meine ich schmunzelnd, während ich mich wieder setze.
„Also, meine Eisprinzessin – wie sieht's denn nun mit was zu Essen aus? Habe nämlich Hunger. Und dann müssen wir da natürlich noch über Geschäftliches reden, nicht wahr?“
Kurz zuckt es in ihren Augen ob der Wortwahl, dann aber nickt sie nur, leicht lächelnd.
„Ja – Essen finde ich eine sehr gute Idee!“

Ha – vielleicht bekomme ich den Namen Eisprinzessin doch noch durchgesetzt. Muss es nur lange genug durchziehen...

Mittwoch, 5. November 2014

[Pierre] Sisters: Of Interest, Retrieving Red, Altering Alitura

Tevis zeigt sein Gesicht nicht und so erzeugt seine tiefe Stimme das Bild eines massigen, in Leder gekleidetet Hühnen von ihm.
„Hallo, Alitura hat dich ja schon angekündigt.“
„Genau, du warst in Manarq, richtig?“ frage ich Ihn.
„Ja, war ich, hab vor Ort die Crew aufgesammelt. Was davon noch da war. Die Explosion war gewaltig...“
„Ja, hab nur die Überreste gesehen, aber dennoch... Vor allem, wenn nach Concord dort kein einziger Schuss abgegeben wurde. Allemal, ich soll da jetzt für … Alitura mehr herausfinden. Kannst du mir sagen, wo die Crew hingebracht wurde? Oder irgendwas anderes, was hilft?“
„Hm. Naja, ich könnte schon herausfinden, wo die hingebracht wurden. Allerdings … nicht umsonst.“
Ach verdammt! Hätte ich ja auch ahnen können...
„Ah ja, was denn?“ hake ich so möglichst neutral nach.
„He, nicht was du denkst. Am Ort der Explosion sind mittlerweile einige Piraten aufgetaucht. Beseitige sie und räume dort auf. Wer weiß – vielleicht wissen sie ja etwas?! So oder so, du bist schneller als die meisten dabei, dort aufzuräumen. Verdammt, wahrscheinlich sogar schneller als ich die Informationen über die Crew zu sammeln. Scheiß Sicherheitssysteme.“
„OK, Deal.“ meine ich mit einem Schmunzeln.

Kurz darauf bin ich im Warp und wenig später wieder in Manarq. Tatsächlich sind hier Piraten und diese vergehen auch sehr schnell im Feuer meiner Railguns. Kurz nehme ich mir die Zeit, mich hier nochmals umzuschauen. Naja, und meinen Salvage Drones die Zeit zu geben, sich durch die Wracks zu arbeiten. Kopfgelder gab es auch, sehr gut. Auch kleiner Tropfen hölt den Stein – oder so.
Sodann fliege ich wieder zurück zu Tevis und frage mich derweil, wer wohl jetzt dafür sorgt, dass die Piraten nicht wiederkommen. Naja, nicht mein Problem.
Bei Tevis vor Ort informiert mich dieser dann darüber, dass er wirklich schon jemanden aud der Crew der Damsel ausfindig gemacht hat. Jener hat sogar schon wieder auf einem neuen Schiff angeheuert – der „Red“. Natürlich, wie sollte es anders sein, hat er bei einem viel zu schwach bewachten Convoy angeheuert und die Piraten sind wohl in der Gegend gerade auf der Suche nach Futter. Meine Güte – sollte ich das Essen mit der Eisprinzessin tatsächlich doch nicht schaffen?! Wäre sehr ärgerlich, aber erstmal diesen Typen aufgreifen.


 Also wende ich einmal mehr mein Schiff und muss tatsächlich mit ansehen, wie der Convoy aufgerieben wird von Piraten. Mein Eingreifen vor Ort kommt leider – höchstens Nanosekunden – zu spät und ich kann die Zielperson nicht mehr retten.






Mit seiner Leiche im Bay wende ich schweren Herzens mein Schiff wieder und melde mich bei Tevis zurück. Erfolge sehen irgendwie anders aus...
Die Nachricht dessen lässt Tevis allerdings recht locker.
„Tot? Naja, passiert. Dann können Concord und ich dir hier gerade keine weitere Hilfe mehr sein. Zumindest aktuell.“
„Hm, OK. Und dann?“
„Naja, red halt nochmal mit Alitura. Die wollte sowieso nochmal mit dir reden – wegen dem Datensatz von der Explosion, den du ihr geschickt hast. Sie können ihn wohl angeblich nicht entschlüsseln. Allemal, sie wartet auf dich.“



Genau! Da war ja was! Und sie wartet! Auf mich!
„Alles klar!“ meine ich erfreut und beschleunige schon im nächsten Moment auf Warpgeschwindigkeit.





[Offplay: Datacore ?! Woher kommt der denn? Kann mich nicht dran erinnern. Bug im Plot?! :D]

Sonntag, 17. August 2014

[Pierre] Sisters: A Beacon Beckons 02, Agent Inquiry

Ihre eiskalten Augen mustern mich weiterhin. Ob sie meine Gänsehaut bemerkt? Egal.
Wie erwartet. Dann machen wir es kurz.“

Während sie erzählt, mache ich es mir noch etwas bequemer auf ihrem Schreibtisch.
Wir haben vor kurzem einen Notruf erhalten, die Damsel. In Anbetracht der Situation und ihrer … Fähigkeiten sind Sie wohl eher dort vor Ort als unsere Leute. Untersuchen sie die Lage vor Ort und retten Sie zur Abwechslung mal einige Leben, statt diese zu vernichten. Können Sie das schaffen?“
Wirklich bissig, die Kleine. Aber hey...
Klar, bekomm ich hin. Schick mir die Details an mein Schiff, ich breche gleich auf. Leben retten und so. Alles, was meine Eisprinzessin mag!“
Gewand – hoffe ich – schwinge ich mich vom Tisch und schenke ihr ein Grinsen. Keine Reaktion auf ihren neuen Namen – schade.
Gut, beeilen Sie sich! Das ist kein Spiel!“ ruft sie mir noch hinterher und ich komme nicht umhin, nochmal kurz anzuhalten. „Pierre, Pierre bitte. Und wenn ich wieder komme, gehen wir schön was Essen, Schatz. Zur Feier der geretteten Leben und so.“
Wieder dieser Blick, der Blood Raider töten könnte – ja! Dann murmelt sie nur etwas vor sich her, während sie wieder beginnt, ihrer sonstigen Arbeit nachzugehen. Wohl hauptsächlich beschäftigt wirken. Könnte was mit „verrückt“ und „Kapselpiloten“ gewesen sein, was sie da gemurmelt hat...
Ich funke Markus an, dass es wie erwartet losgeht und alle an Bord und das Schiff bereit ist. Wenig später versinke ich im Leib der Thorax und wir verlassen die Station der Schwestern. Auf bald, Eiskönigin!


2 Sprünge später bin ich in Manarq und nähere mich den gegebenen Koordinaten. Tja – da war wohl jemand schneller als ich! Überall Concord Schiffe, dazu das Wrack der Damsel. Ich lasse einige Drohnen ausschwärmen, sich das näher anzusehen, während ich mich langsamer nähere. Ja – hier scheint alles vorbei und geklärt zu sein. Heldenhafter Pierre – zu spät!
Ich rufe die Concord-Schiffe an und erhalte wenig später Kontakt. Sie hätten hier alles unter Kontrolle und auch einige Überlebende geborgen und schon zu Kliniken weiter geschickt. Ich solle verschwinden... Tja – nichts mehr zu holen!
Ich rufe die Eisprinzessin an, die auch reagiert. Sehr schön. Ihr Blick mustert mich, abwartend. Der Puls steigt – verdammt, diese Frau!
Hallo, Schönheit. Hier ist soweit alles ruhig, Concord ist schon vor mir hier gewesen und hat die Situation geklärt. Überlebende sind versorgt und abtransportiert worden. Schade, hätte das hier so gern für dich gerettet. Wenn ich da nicht so lang hätte warten müssen bei dir...“
Ihre Augen ziehen sich finster zusammen, dann schaut sie woanders hin.
Concord, sagten Sie? Captain deVries, richtig?“
Ja, mit dem hab ich gerade geredet...“ meine ich, leicht verwirrt.
Gut, warten Sie 10 Minuten.“
Ehe ich etwas erwidern kann, ist die Verbindung beendet. Tja, das wird nicht einfach werden mit mir und der Eisprinzessin!
Ich warte die vereinbarte Zeit ab und tatsächlich meldet Sie sich wieder.
Zuerst – Danke für ihre Arbeit.“
Danke?! Wofür das denn? Da will doch jemand was...
Die Damsel, so scheint es, hat keinen einzigen Schuss abbekommen. Irgendwas muss dort passiert sein. Ich möchte, dass sie das weiter verfolgen. Alles, was Aufschluss geben könnte – seien es die Route der Damsel, ihre Ladung, ihr Pilot und die sonstige Crew. Was auch immer. Concord ist hier wohl der erste Ansprechpartner. Ich habe ein Treffen arrangiert zwischen Ihnen und einem Agenten der Concord. Tevis Jak sein Name. Treffen sie Ihn. Er ist aktuell bei ORE als Agent unterwegs. Aber er wird Ihnen weiter helfen können.“
Das wird ja auf einmal interessant und meine Neugier ist geweckt. Kurz nicke ich zu ihren Worten.
Gut, werde ich tun. Und – es heißt Pierre. Bestellst du das Essen für später? Ich muss da noch was klären mit Tevis. Bis bald, Schatz!“
Damit kappe diesmal ich die Verbindung. Was ihr bestimmt nicht gefallen wird!
Hoffe ich.
Naja – dennoch, das mit der Damsel. Dieses Wrack sah schon verdammt zerstört aus – was war dort passiert?!

Wenig später bin ich in Tar und nähere mich seiner Position. Dort finde ich ihn dann auch an, einen Kommunikationssatelliten umkreisend.

Ich baue eine Verbindung zu ihm auf...

Sonntag, 29. Juni 2014

[Pierre] Sisters: A Beacon Beckons 01

Ich bin auf dem Weg zurück zur Station, die Agentin wird zufrieden sein. Keine der Blood Raider hat ihre Frechheit und Arroganz überlebt. Dieses Volk hatte wirklich seltsame Riten, aber letztlich war das sekundär. Ich brauche die ISK, so einfach ist das. Und anscheinend zahlen die Agenten mehr, je mehr sie einem vertrauen. Wieder dieses Vertrauen – tse. Aber hey, ISK ist ISK. Und ich habe kein Bedürfnis, mir auf Dauer meine Schiffe von Eliara finanzieren zu lassen. Sie beklagt sich zwar nicht, aber dieser Blick von Ihr. Kein Bedarf drauf. Also muss das ISK selbst beschafft werden!


Eine einkommende Nachricht. Wo kommt das denn her? Die KI meint, es wäre eine gewisse Schwester Alitura. Hm, hübsch ist sie ja. Aber wie zum Teufel kommen die Schwestern darauf, mich anzuschreiben?! Naja, wahrscheinlich über irgendein Netz der Agenten. Dennoch, einfach so angeschrieben werden, gefällt mir nicht. Immerhin – sie scheint letztlich auch eine Agentin zu sein, die eventuell Interesse hätte an einer Zusammenarbeit. Hm – irgendwas sagt mir, dass da eine Menge ISK bei rauskommen könnte.
Zurück versuche ich, aus der Agentin des letzen Auftrags etwas heraus zu bekommen, sie ist aber so zugeknöpft wie ihr Hosenanzug.
Egal, die Neugier ist geweckt! Ich wende meine Thorax und verlasse die Station, meine KI hat schon längst einen Weg dorthin geplant. Und als Kapsuler hat man auch kaum das Problem der normalen Menschen, was den Sprung angeht. Keine Übelkeiten, keine Erholungszeiten, ein Sprung führt zum nächsten. Kurz geht mein Gedanke an das Dutzend Menschen, die auf dieser Thorax ihren Dienst tun und für die dieser Weg wohl nicht so angenehm ist. Aber sie wussten, worauf sie sich einlassen, wenn sie auf dem Schiff eines Kapselpiloten anheuern. Und werden dafür bezahlt.



Vor Ort verharre ich kurz – die Station der Schwestern ist tatsächlich ein beeindruckendes Stück Raumfahrttechnik. Imposant und Schön anzusehen. So arm können die nicht sein! Dann aber ziehe ich es vor, schnell zu docken. 117 Kapselpiloten in diesem System sind eine Menge. Und die KI meint auch, dass Concord schon jemanden wegen eines gerade erst geschehenen Angriffs verfolgt. Better save then sorry.
Da es schon später ist und der Prozess des Verlassens der Kapsel doch länger dauert, entscheide ich mich, für morgen früh einen Termin bei der Agentin anzumelden.
So betrete ich ihren Bereich denn auch frisch und durchaus gut gelaunt – nur um erst einmal geschlagene 30 Minuten warten zu müssen. Das war mir bis dato noch nicht passiert – meine Zeit ist ISK wert! Und zwar nicht wenig! Tse.
Dann aber ist es soweit und ich betrete das Büro. Denke ich zumindest. Es ist deutlich kleiner als die meisten Büros von Agenten, die ich bis jetzt gesehen haben. In der Summe vielleicht 30 m². Zwei Dutzend Holoschirme und ein großer Schreibtisch dominierten das Zimmer. Alitura sitzt an jenem Schreibtisch und ihre Finger bewegen sich mit nicht mehr menschlicher Geschwindigkeit über ein Touchpad. Ihre Augen wandern dabei zwischen jenem Touchpad und den Displays hin und her. Implantate...
Es gibt außer dem ihren keine weiteren Stühle. Oder sonstige Sitzgelegenheiten. Irritiert entscheide ich mich, stehen zu bleiben und die Szene zu beobachten. Es vergehen einige Minuten und ich weiß, dass sie weiß, dass ich da bin. Natürlich. Dennoch lässt sie mich warten. Ich könnte beleidigt sein. Könnte einfach umdrehen und wieder gehen. Hätte es wirklich nicht nötig.
Wenn da nicht diese Faszination wäre. Ob der Situation. Der Agentin selbst. Und wie es weiter gehen würde. Also wartete ich.
Dann schaut sie mich an. Die Displays werden im gleichen Moment dunkel. Die Geräusche ihrer Arbeit verschwinden und es ergibt sich Stille. Absolute Stille. Selbst die Geräusche der Station gab es hier nicht mehr. Interessante Isolierung.
Wir mustern uns gegenseitig, wägen einander ab. Dann – bewegt sie sich. Erhebt sich und kommt mir entgegen, hält wenige Schritte vor mir an und mustert mich wieder.
Ich verliere das Spiel, und es ist mir gerade egal.
„Hey. Nett hier. Vielleicht etwas klein, aber sonst...“
Eiskalte Augen. Gott, was eine Frau! Ich rede weiter – natürlich.
„Am der Inneneinrichtung hätte ich aber noch Verbesserungsvorschläge. Mehr Stühle etwa. Oder weniger künstliches Licht.
Nur so.“
Mit Verachtung in jeder Zelle dreht sie sich um und setzt sich wieder auf ihren Stuhl.
„Irgendjemand hier" beginnt sie dann doch "hält es tatsächlich für sinnvoll, sich auch mit euch Kapselpiloten zu beschäftigen. Dies ist ganz klar nicht mein Wunsch, aber leider mein Job, dies umzusetzen. Machen wir es kurz. Ich mag sie nicht. Sie sind genau so ein arroganter, überheblicher, verantwortungsloser, sich über dem Rest der Menschheit stellender Arsch wie der Rest eures Schlages.“
Eiskalte Augen. Blau. Was eine Frau!
„Aber Job ist Job, und zur Zeit habe ich wenig Alternativen zu Euch. Die Zeit drängt und Auftrag ist Auftrag.“
Während sie redet, nähere ich mich ihrem Schreibtisch. Und setze mich genüsslich darauf. Ja – sie mochte es überhaupt nicht! Eine seelige Freude breitet sich in mir aus.
„Ah ja, interessant. Da sie mich ja dann tatsächlich brauchen. Hätte man bei all dieser Warterei nicht gedacht. Naja – was springt dabei für mich raus?“
Mit Wut in den Augen ignoriert sie meine Tat.
„Machen Sie sich nichts vor. Es gibt genug andere Kapselpiloten für den Auftrag. Ihr einziger kleiner Vorteil, der sie jetzt hier stehen lässt, ist, dass sie bis dato ein ungeschriebenes Blatt sind. Unerfahren und Jung. Und damit – billiger. Und vielleicht noch nicht ganz so verdorben wie der Rest eures Schlages. Auch wenn ich das bezweifle. Wollen Sie die ISK oder nicht?“
ISK? Mir waren die ISK gerade sowas von egal. Diese Frau wollte ich wieder sehen, alles andere war sekundär.

„Deal, ich bin dabei.“ meinte ich somit nur, ein leichtes Grinsen auf dem Gesicht nicht verkneifen könnend.